Aktuelles im Kaisertal

Das Kaisertal ist der schönste Platz Österreichs

Bei der TV-Sendung „9 Plätze - 9 Schätze“ im ORF2 wurde das Kaisertal im Kufsteinerland, Tirol zum schönsten Platz Österreichs gewählt. Bis 2008 war es ausschließlich zu Fuß erreichbar und ist auch unter dem Namen „Tal der Gesetzlosen“ bekannt.

Am 26. Oktober, dem österreichischen Nationalfeiertag, wählte Österreich bei „9 Plätze - 9 Schätze“ (ORF) zum dritten Mal den schönsten Platz des Landes. Jedes der neun Bundesländer stellte in der Live-Sendung seinen Finalisten vor: Sieger beim Zuschauer-Voting ist Tirol mit dem Naturschutzgebiet Kaisertal im Kufsteinerland. Auch die Jury aus prominenten Vertretern jedes Bundeslandes – für Tirol war der Volksmusiker Marc Pircher dabei – vergab mit 60 von 72 Punkten die höchste Bewertung des Abends nach Tirol. Insgesamt verfolgten bis zu 1.064 Millionen Zuschauer/innen die Show, ein neuer Reichweitenrekord für das Format. „Für uns war das Kaisertal schon immer ein Schatz, aber mit dem offiziellen Titel ist es natürlich noch viel schöner“, freut sich Stefan Pühringer, Direktor des Tourismusverbandes Kufsteinerland.

Das Kaisertal befindet sich zwischen Kufstein und Ebbs und ist Teil der Gemeinde Ebbs: „Die Kaisertaler haben sich diese Auszeichnung wahrhaft verdient. Sie haben dieses Tal so gestaltet wie es jetzt ist. Der Erfolg und Dank gebührt vor allem den Einwohnern, Wirtsleuten und dem Alpenverein“, so der Ebbser Bürgermeister Josef Ritzer.

Im Naturschutzgebiet Kaisergebirge gelegen, war das Kaisertal das letzte bewohnte Tal Österreichs, in das man nicht fahren konnte. Autos für den Verkehr im Kaisertal wurden per Hubschrauber eingeflogen und fuhren ohne Nummernschild – schließlich gab es keine Kontrollen – was dem Kaisertal den Beinamen „Tal der Gesetzlosen“ verschaffte. Erst 2008 erfolgte die Anbindung an das öffentliche Straßensystem, welche jedoch nur Einwohner nutzen dürfen. Besucher müssen weiterhin die 285 Stufen des „Kaiseraufstiegs“ zu Fuß bewältigen.

Der in der Live-Sendung gezeigte Beitrag wurde von Tirol heute-Moderatorin Katharina Kramer präsentiert und gestaltet. Der Kurzfilm spiegelt die Einzigartigkeit des Kaisertals mit seinen alten Einödhöfen und den sattgrünen Wäldern vor den steilen, grauen Gebirgswänden wider. Sieben Gastronomiebetriebe –Pfandlhof, Veitenhof, Ritzau-Alm, Vorderkaiserfeldenhütte, Hinterbärenbad, Hans-Berger-Haus und Hinterkaiserhof – laden Besucher zu Verschnaufpausen vor diesem Panorama ein.

Naturschutzexperten sind vor allem von der Vielfalt der heimischen Pflanzen begeistert. Menschen gibt es im Kaisertal dagegen nur wenige: 39 Einwohner sind aktuell gemeldet, darunter beispielsweise Senner Helmut Kanz. Der Frührentner verbringt seit 13 Jahren jeden Sommer von Mai bis September auf der Alm, wo er die Kühe von zwei Bauern betreut. Über den Besuch von Wanderern freut er sich immer, aber auch wenn er bei schlechtem Wetter zum Teil tagelang allein ist, wird ihm nicht langweilig: Er liest viel und hat sich außerdem beigebracht, wie man Hühner hypnotisiert – als „Hennenflüsterer“ kann man ihn so auch auf Youtube sehen. „Neben den faszinierenden Naturbildern, sind es vor allem solche Geschichten, die das Kaisertal besonders machen und uns von den restlichen Nominierten abheben“, so Stefan Pühringer.

9 Plätze - 9 Schätze – ORF

Seit 2014 ist die Fernsehsendung „9 Plätze – 9 Schätze“ (ORF) Fernsehfixpunkt am Nationalfeiertag, die Zuschauer wählen dabei jährlich den schönsten Platz Österreichs. Gefragt sind dabei nicht bekannte Tourismusdestinationen, sondern Plätze, die nicht von vornherein im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehen. In jedem der neun Bundesländer gibt es ein von den ORF Landesstudios organisierte Vorwahl. Für Tirol gingen heuer der Stuibenfall im Ötztal, die Wolfsklamm bei Stans und das Kaisertal ins Rennen. Das Kaisertal hat sich beim Publikum nicht nur in der Vorrunde in Tirol durchgesetzt, sondern auch am Nationalfeiertag bei den Zuseherinnen und Zusehern in ganz Österreich. „9 Plätze – 9 Schätze hat sich am Nationalfeiertag in den letzten Jahren zu einer sehr erfolgreichen Marke entwickelt. Die ORF Landesstudios zeigen dabei ihre Verbundenheit mit den Menschen. Der ORF Tirol ist sehr stolz, einen Beitrag für den Erfolg des Tiroler Kaisertales geleistet zu haben“, meint ORF Tirol Landesdirektor Helmut Krieghofer.
Das aktuelle Buch zum Erfolgsformat der ORF Landesstudios „9 Plätze – 9 Schätze“ mit allen besonderen Plätzen Österreichs, auch dem Kaisertal, ist bereits im Buchhandel erhältlich. 

Text und Bildrechte freundlich zur Verfügung gestellt vonTourismusverband Kufsteinerland

Informationen für Besucher und Wanderer im Kaisertal!

Der Bau des Anna -Tunnels ( Eröffnung 31.Mai 2008 ) war eine notwendige Maßnahme, damit das Kaisertal mit seinen ca. 35 Bewohnern an das öffentliche Verkehrsnetz angeschlossen werden konnte. Um ein weiteres Abwandern der Bewohner und das damit verbundene Abwirtschaften des Tales zu verhindern, war der Tunnelbau die richtige Lösung.

 

Da die Benutzung des Tunnels mit Kraftfahrzeugen ausschließlich der Anwohner mit eingeschränkter Zulassung, sowie der Forstwirtschaft oder der Rettungsdienste mit Sondergenehmigung erlaubt ist und die Zufahrt mit Schranke gesichert ist, hat das Verkehrsaufkommen im Tal seither unwesentlich zugenommen. Wanderer und Naturliebhaber des Kaisertales können also weiterhin ungestört die Wanderwege und Pfade begehen und die einzigartige Natur genießen.

           Hinweis: Die Benutzung des Tunnels ist Wanderer, Radfahrer und Biker untersagt!

300 Jahre Antoniuskapelle im Kaisertal

Die Antoniuskapelle im Kaisertal kann auf eine lange Geschichte zurückblicken.

Im Jahre 1711 wurde Sie an der Stelle wo bereits eine kleine Kapelle stand zu Ehren des Hl. Antonius, des Fürsprechers in Not und Gefahr, errichtet. Nach mehreren Erweiterungen und Umbauten fiel die Antoniuskapelle im Jahre 1944 Vandalen zum Opfer, dabei wurde die Figur des Hl. Leonhard entwendet. In den Jahren 1985/1986 renovierte die Besitzerfamilie Schaffer vom Hinterkaiserhof die Kapelle aufwendig und setzte ein witterungsbeständiges Kupferdach auf.